Yukon (2008)

Im Jahre 8 sollte der lange Traum junger Männer endlich in Erfüllung gehen: wir bezwingen den Yukon. Die gut einjährige Vorbereitung und Planung kommt uns bei der Fahrt zu Gute. So starten wir im Juli im kanadischen Whitehorse mit sehr viel Respekt vor dem schnell und wild fließenden kalten Fluss sowie wertvollen Ratschlägen aus dem Erfahrungsschatz unserer Ausstatter.

 

Gleich zu Beginn der Fahrt beginnt das Herz zu rasen, wenn die voll beladenen Boote immer wieder in den tückischen Meandern von Whitehorse Wasser ziehen. Aber dann wird es ruhiger und der Yukon entfaltet seine ganze natürliche Pracht in hohen bewaldeten Steilufern an abwechselnd großen Buchten sowie schmalen Passagen. Seeadler wachen auf den Wipfeln und geheimnisvolle Geräusche hallen über den dichten Wäldern hinab in das Tal des Flusses.

 

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Die praktischen XXXL-Packsäcke helfen bei Flug und Tour

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Sonnenenergie: flexible Solarzelle für technisches Gerät, Solardusche für uns

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So schlängelt sich der Yukon durch unberührte Natur. Die stets präsente Gewalt des reißenden Stromes offenbart uns die Bedeutungslosigkeit vier junger Abenteurer angesichts des schicksalhaften Laufes unzähliger Wassermassen seit Anbeginn seiner Lebenszeit.

 

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Kurzwellenfunkstation solar gepuffert; Duschen mit Filzseife (s.u.)

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Mit Hilfe einer schemenhaften aber sehr genauen Skizze des Flusslaufes finden wir relativ schnell geeignete Stellen zum Übernachten. An diesen Camps sind meist Feuerstellen vorhanden, an einigen stehen alte Hütten, Überreste der fanatischen Ära des Goldrausches. Proviant nehmen wir für knapp drei Wochen schon von Anfang an mit. Auf der knappen Hälfte der Strecke liegt Carmacks mit einem kleinen Supermarkt zum teuren Füllen der Bordverpflegung – besser man plant die Kombüse für den gesamten Trip aus und füllt nur die Luxusgüter, wie Gerstensaft und Rum, auf. Die Schnellen der Five Finger Rapids verlangen gerade bei Hochwasser einiges an Geschick ab. Insgesamt sind auf dem Yukon gute Manövrierfähigkeit ob der schnellen Fließgeschwindigkeit sowie absolutes Vertrauen der Crew untereinander notwendig. Die Tatsache, mehrere Wochen allein in der Wildnis zu verbringen beflügelt die Abenteuerlust. Aber auch der Verzicht allen Überflusses und die Konzentration auf das Wesentliche stehen im Vordergrund dieser Reise. Die unbeschreiblichen Weiten belohnen das Gemüt und führen in blanker Selbsterkenntnis zur Natur des Menschen zurück. Das Lagerfeuer ist nicht der Teil des romantischen Freiheitsgedankens, sondern eine Notwendigkeit zum Überleben in der Einsamkeit der Ferne.

 

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Windenergie auf Lake Laberge: schnell sind Katamaran und Segel gefertigt

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Überreste der Goldrush-Ära: Holzlaster mit Einschußlöchern an der Tür

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Stärkende Verpflegung mit wildem Schnittlauch serviert auf alter Schiffsplanke 

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Installiertes Kamerastativ für Wildwasser-Dokumentationen

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Raddampfer Evelyn: über 100 Jahre nicht mehr vom Trockendock gelaufen

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Gewitterstürme sind zwar vorhersehbar, aber unvermeidbar

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Holz: Ressource Nummer 1 in diesem Gebiet

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Unten: gefährlichste Stelle - Five Finger Rapids

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Der geschichtsträchtige Fluss lädt ein, sich mit Literatur – nicht nur von Jack London - in die Zeit des Goldrushs begeben. Und so sinnieren wir in den hellen Nächten über Strapazen, Lebensgefahr und Abenteuer, die einst junge Menschen auf sich nahmen, um dem Gerücht des Goldes zu folgen. Auch uns packt das Fieber, als wir Goldstaub mit verrosteten Pfannen jener Zeit aus dem Schlamm der zahlreichen Inseln des Yukon bergen. In Dawson City erleben wir schließlich eine zwar touristisch aufbereitete aber noch immer geheimnisvolle Stadt mit dem Flair des Wilden Nordens zum Anfang des letzten Jahrtausends.

 

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Fort Selkirk: geplante Hauptstadt des Yukons, gepflegt durch Indianer

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Goldwaschen mit allen Mitteln: rostige Pfannen, Frisbee, Tonnendeckel, …

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Abgebranntes Land: pink blühendes Gewächs als Pionier in der toten Landschaft

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Unendliche Naturschauspiele geben schon ein kitschiges Bild ab…

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Vulkanasche färbt den “Yellow River”; Fässer als Tankstelle für Helis und Boote

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Ein breiter Fluss mit zahlreichen Inseln: immer dem Hauptstrom folgen!

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Dawson City: vom überfüllten Goldtraum zum gesetzlosen Studentenparadies

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Der endlose Highway zurück nach Whitehorse: Kurven sind selten!

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Auf die Gefahren, die am Yukon lauern, muss man sich genauso einlassen wie auf die Natürlichkeit dieser Gegend. Nur naturverträgliche Produkte werden von uns verwendet, der Müll wird mitgenommen und teilweise verbrannt, Solarzellen sorgen für eine autarke Stromversorgung des überlebenswichtigen Equipments: dem Kurzwellenfunkgerät, dem GPS-Empfänger sowie dem mp3-Soundbug zur musischen Untermalung himmlischer Momente.

 

Links zum verwendeten Equipment:

  • Sonnenenergie nutzen: flexible Solarzelle lädt während des Paddelns die Akkus. Super Funktion auch bei Wolken. Komplett wasserdicht (inkl. Stecker, Wandler etc.). Ösen erleichtern das Festschnallen. Wir hatten lediglich zum Ende der Tour Probleme, die Akkus wieder voll zu bekommen: vier Tage andauernder Regen macht einen Strich durch diese Energiequellenrechnung. Also: unbedingt Alternativstromquelle (Wind-/ Wasserkraft) oder reduntante Akkuplanung. Die Solarzelle selbst ist sehr empfehlenswert, weitere Infos hier.
  • Biologische Sauberkeit: in der Wildnis verwendet man kein normales Duschgel, wenn man verantwortungsbewußte Touren unternimmt. Eine fantastische Bereicherung ist die Filzseife. Eine komplett abbaubare (da aus Naturprodukten hergestellte) Seife in Filz eingefasst mit praktischem Henkel. Das Gesamtprodukt wird mit zunehmender Benutzung kleiner und bringt jeden Abend bei der Solarduschen-Zeremonie Frische und (wichtig bei 4 Männern in einem Zelt) angenehmen Duft auf die Haut. Mehr Infos findet ihr hier.
  • Wenn man sich nix mehr zu sagen hat und die Klänge der Natur zu eintönig werden: der Soundbug! Lange Touren, lange Anfahrten/ Flüge: das Equipment muss schrumpfen, jedes Gramm wird hinterfragt. Trotzdem will man Musik dabei haben. Wir haben an kleinen MP3-Playern (für jede Musikrichtung einen, damit das Ordner-Durchsuchen nicht wertvolle Energie schluckt)den Soundbug angeschlossen: ein Körperschalllautsprecher überträgt die Schwingungen auf einen Resonanzkörper. Mit Saugnäpfen befestigen wir gleich zwei von ihnen in Reihe geschaltet auf der Bordwand der Kanus beim fahren und an kleinen Transportboxen oder Tonnendeckeln beim Lagerfeuer des Nachts. Das Ergebnis ist klarer Sound aus dem Kanu oder den entsprechenden Gegenständen. Bauklein und praktisch, mehr Infos gibts hier.