Peene (2003)
Die Peene ist schon deshalb interessant, als dass dieser launische Fluss je nach Bedingungen der See und des Wetters entweder Unterstützung oder aber eine Gegenströmung bietet.
Wir starten am Kummerower See beim Fährmann der Aalbude zu Verchen. Weil die Peene gleich der Seenplatte schon gut erschlossen ist, findet man eine ausgebaute Struktur von Wasserwanderrastplätzen und selten ein selbstbestimmtes Lager. Auch der Verkehr von Seglern und motorisierten Yachten, die auf das Achterwasser zufahren, ist nicht zu verachten. Dennoch ist die Peene landschaftlich sehr schön und entspannend zum Paddeln, wenn nicht die letzte Strecke vor der offenen See mit starken Gegenwind pariert.
Paddelstrecke:
Start bei km 0 am Kummerower See/ Zwischenziel bei km 107 in der Mündung zu Anklam, danach kreuz und quer auf dem Achterwasser
Strecke: 107km in 7 Tagen auf der Peene, danach zwei Tage Achterwasser und Landgang auf Usedom (15,3km/Tag im Mittel)
Die Peene hatte die Ehre der Jungfernfahrt unseres restaurierten Holzkanus zu dienen. Selbst bei stürmischen Seegang auf dem Achterwasser haben wir nahezu unbeschadet Usedom erreichen können.
Auf dem Achterwasser erlebten wir zunächst die tödliche Flaute, die das Gewässer teilweise zum Kippen brachte. Später schwanden die toten Fische zugunsten beeindruckender Wellen, als das Wetter plötzlich umschlug. Erschöpft erreichen wir nach 9 Tagen Usedom.