Archiv für den Monat: November 2011

More than words

Hier mal ein Versuch die multimedialen Groessen zu verschmelzen: BLOGGEN und YOUTUBEN. Aufgrund gezwungener Umgehung kleinbuergerlicher Eigentumsrecht, ist es eher die russische Variante RUTUBEN geworden, aber seht selbst die schon laenger veroeffentlichen Beitraege:

Baby, you can drive my car – Eindruecke torontianischen Cruisens

In the carwash -noch mehr Highway to Hell

Whiskey in the jar – Milwaukee’s greatest

Toys, toys, toi!s – Weihnachtliche Werbeparade durch Toronto

Short fall

Der Herbst kam und ging. Und zwar ziemlich schnell. Die hier als Indian Summer bekannte golden und blutrote Faerbung der Ahornwaelder konnten wir gerade mal den knappen Oktober lang bewundern. Auslaeufer der Hurricans sowie der trockene und heisse Sommer haben die Blaetter schnell braun gefaerbt oder abgeweht. Dennoch konnten wir um Toronto einen kurzen Eindruck der wundervollen Stimmung gewinnen.

Indian Summer 3    Indian Summer 4    Indian Summer 5

Alsbald wird der Ontariosee von weiteren Herbststuermen aufgwuehlt und hohe Wellen mit Schaumkronen und entsprechender Gischt peitschen gegen die Kaimauern der Stadt. Der CN-Tower liegt in Wolken und graue Schleier tauchen die Strassenschluchten in mystisches Ambiente. Morgens hingegen taucht der Sonnenaufgang die Silhouette in junges Rot, das von den Wolkenkratzern der Stadt eindrucksvoll gespiegelt wird und die belebten Highways in Lavastroeme eines nahezu perfekt funktionierenden Vulkans verwandelt. Und der Schornstein qualmt…

Toronto Zoo   Indian Summer 1    Indian Summer 2

Um mehr vom Leben ausserhalb der Stadt zu erfahren, besuchen wir den Zoo zu Toronto. Dieser ist durch sein gleichgeschlechtliches Liebespaar, die schwulen Pinguine, beruehmt geworden. In letzer Zeit sorgt er eher fuer traurige Schlagzeilen, da die Stadt aus finanziellen Gruenden die Elefanten an einen nicht den allgemeinen Standards entsprechenden US-Tierpark verhoekern will. Ja, auch ausserhalb Europas gibt es noch etwas zu privatisieren und sparen….

Der Zoo in Toronto ist verdammt gross. Hier hat man ja auch Platz… Und so entscheiden wir uns, lediglich den kanadischen Teil anzusehen. Neben der Tierwelt lernt man hier sehr viel ueber das Leben und die Kultur der First People, Kanadas Ureinwohner. Und nachdem wir die Waschbaeren und Squirrels wiedererkannt hatten und die Centipeden vermissten, gehts an die Neuentdeckungen. Wir lernen, dass es sage und schreibe acht verschiedene Schildkroetenarten hier in Ontario geben soll. Zudem nennen Schlangen und gefaehrliche Spinnen, wie die schwarze Witwe, diese Landschaft ebenfalls ihre Heimat. Es kann also noch schlimmer werden. Dann aber entdecken wir die groesseren Tiere und sind von den riesigen Weiden, die die Hirsche und Elche haben, beeindruckt.

Von einem Huegel aus kann man am Rande eines Waldweges, eine grosse Bisonherde weit unten im Tal beobachten. Dabei fuehlt man sich wirklich als Trapper zumal der anderthalb Stunden andauernde Weg dorthin wenig frequentiert ist. Friedlich und kaum ihrer traurigen Geschichte bewusst, kauern sie im Glanz der herbstlichen Sonne. Meister Petz und seine Sippschaft sind auch vertreten. Als den groessten seiner Art kann man den Polarbaeren beim Tauchen und Fischen beobachten. Gegenueber sonnen sich die Polarwoelfe gleichwohl ihrer fuchsigen Genossen. alles in allem haben wir also einen ganzen Tag lang die Bewohner Kanadas studiert, ein wahrlich eindrucksvolles Gehege.
Das macht Lust auf die richtigen Parks und uneingeschraenkte Wildnis…