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8-31-11 von admin.
Neues vom Nagetier. Unlaengst berichtete ich von den Ratten kanadischer Grossstaedte, den Squirrels, und ihrem nicht immer leicht nachvollziehbaren bekloppten Verhalten. Die Diskussion mit einem Aktivisten der hier zahlreich vertretenden Umweltverbaende plausibilisierte mir eine Erklaerung. Die Squirrelpopulation in Toronto entstand und vergroesserte sich aus Inzest, weshalb die meisten dieser Nager einfach doof sind. Vielleicht ist jetzt dem geneigten Leser klar, warum sie so drollig sind. Die Tiere bieten unglaubliche Shows. Zu jeder Tageszeit und an jedem Ort. Am vergangenen Wochenende habe ich erstmalig ein Squirrel schlafen sehen. Samstag mittag. In einer Baumgabelung mitten auf dem belebten Marktplatz. Offensichtlich kein ruhiger Schlaf, denn in regelmaessigen Abstaenden wand es sich und wechselte die Liegeposition. Man muss sich hierbei Sid auf dem Stein vorstellen, um eine Vorstellung vom Geschehen zu bekommen. Den Hoehepunkt allerdings stellte die sitzende Haltung da. Auf den Hinterpfoetchen abgestuetzt, Arme baumelnd und den Kopf vornueber in die zarte Brust vergraben. Unglaublich. Nunja, zuweilen also bekloppt. Der Inzest-Theorie folgend gab es also mal zwei kontraergeschlechtliche Auswandersquirrels, die in Toronto ihr Glueck versuchten, ob der zahlreichen Nahrung eine Familie gruendeten und die Population aufbauten. An die Folgen fuer ihre Gattung hatten sie dabei wohl nicht gedacht. Lasst euch das eine Lehre sein, ihr abgeschiedenen Doerfer Norddeutschlands…
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Von Versicherungsvertretern und Bankfachkraeften. Die Ueberschrift laesst eine weitere detaillierte Abhandlung ueber die soziale und humanitaere Unfaehigkeit dieser Berufsgruppen vermuten. Davon kann bestimmt jeder Leser und jede Leserin berichten und der Blog wuerde ob der Geschichten aus Begegnungen mit dieser Art der Gesellschaft sein kapazitives Limit erreichen. Nein, an dieser Stelle mal voellig unerwartete positive Erlebnisse in Interaktionen mit Bank und Versicherung: Nun benoetige ich fuer meinen Autokauf ja etwas Geld, was nebenbei bemerkt als Mensch ohne kanadische Historie nicht leicht zu bekommen ist. Ich spreche mit meinem Bankmann also ueber eine Finanzierung. Dieser rechnet mir alles vor und - nun das verwirrende - empfiehlt mir andere Stellen, bei denen ich womoeglich bessere Zinsen bekomme. Das macht er ganz offiziell und laut, und ohne Ruecksicht auf die ihn ueberwachende Mitarbeiterkamera. Wo gibts denn so etwas? Ebenso die KFZ-Versicherung, die mir als Automobilclub-Mitglied keinen Rabatt geben kann, kommt ja vor. Ich hatte ein einfaches Nein erwartet. Stattdessen nennt und empfiehlt sie mir ihre Konkurrenten, die den Rabatt anbieten. Das hatte ich bislang noch nicht erlebt. Auch Verkaeufer nehmen kein wettbewerbshemmendes Blatt vor den Mund. Sie empfehlen, bestimmte Dinge lieber im Netz zu kaufen. Und ein weiterer Dealer gab auch umfangreiche Tipps fuer den Autokauf mit dem Wissen, bei ihm werden wir keine Kunden. Die Philosophie scheint anders zu sein als in der Heimat bekannt. Irgendwie menschlicher…
Geschrieben in Moving to Canada | Keine Kommentare »